Das Außenkommando Hessisch Lichtenau

des Konzentrationslagers Buchenwald 1944/45

von Dieter Vaupel

Die Dokumentation handelt von den tausen ungarischen Jüdinnen, die zwischen August 1944 und März 1945 in der Sprengstoffabrik Hessisch Lichtenau Zwangsarbeit leisten mussten. Sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben, nach Auschwitz deportiert, dort als Arbeitseinsatzfähig eingestuft und in der deutschen Rüstungswirtschaft eingesetzt. Zunächst waren sie damit den Tod in den Gaskammern von Auschwitz entgangen. Für 206 dieser Frauen reichte dieser Aufschub nur bis zum 27. Oktober 1944. An diesem Tag mussten sie nach Birkenau zurück - in den sicheren Tod.

 

"In der Munitionsfabrik haben wir Granaten gestapelt und gepackt. Einmal ist mir eine Granate auf den Fuß gefallen, aber ich musste weiterarbeiten ohne ärztliche Hilfe, bis die Wunde von selbst geheilt war. ... Mich selber hat ein SS-Mann mit Spitznamen Stiefpapa blutig geschlagen und Fußtritte in den Leib gegeben, weil ich nicht so stillgestanden hatte, wie er das wollte. Dies war auch ein Weg. die sadistische Seele der SS auszutoben. Auch die anderen Männer haben jeden Moment ausgenutzt, um uns zu foltern, zu prügeln und unsere Seele totzuschlagen. ... Mein lieber herr, Sie können sich nicht in unser Leben hineinversetzen. Was es für mich bedeutete, als ich zuhause eintraf und die bittere Wahrheit erfuhr, dass Vater, Mutter und fünf Brüder und Schwestern nicht aus dieser Hölle zurückgekommen sind."

Brief von Esther Fuchs an den Autor (März 1984)

 

Hier lässt sich das komplette Buch downloaden:

http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/handle/urn:nbn:de:hebis:34-2008052321670

Dieter Vaupel: Das Außenkommando Hess. Lichtenau des Konzentrationslagers Buchenwald 1944/45. Eine Dokumentation. Nationalsozialismus in Nordhessen, Heft 3. Verlag Gesamthochschulbibliothek, Kassel 2. Aufl. 1984, 120 Seiten.

Veranstaltungen

27. April 2022

 

"Wir lebten friedlich mit allen Nachbarn ..." - Erinnerungen an jüdisches Leben in Obervorschütz

 

Szenische Lesung mit musikalischer Begleitung

 

Dr. Dieter Vaupel und

Alida Scheibli

 

19.00 Uhr

Ort: Obervorschütz, Scheune in der Emsstraße 10

 

Begrenzte Plätze, Anmeldungen unter dieter.vaupel@t-online.de

 

13. Juli 2022

 

Theobald Fenner und das Pogrom vom September 1935 gegen Spangenberger Juden

 

Szenische Lesung mit musikalischer Begleitung

 

Dr. Dieter Vaupel und

Alida Scheibli

 

18.00 Uhr Gedenkstätte Breitenau/ Guxhagen

 

19. Oktober 2022

 

Jüdisches Leben in Felsberg. Integration - Verfolgung - Erinnerung

 

Vortrag

 

19.30 Uhr Homberg, Hotel Stadt Cassel

 

Veranstalter: Verein für hessische Geschichte und Landeskunde - Zweigverein Homberg

 

 

    Sonntagszeit vom 22/23.9.2018

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