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willkommen

 

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Dieter Vaupels

 

Buchseite

Schön, dass Sie auf meiner Homepage gelandet sind. Hier finden Sie einiges zu meinen Veröffentlichungen in den vergangenen 35 Jahren. Einiges steht hier auch zum Download bereit. Mein umfangreiches persönliches Pressearchiv aus dieser Zeit ergänzt diese Homepage.

Außerdem finden meine Studierenden der Universität Kassel/ FB 05/ Geschichtsdidaktik Materialien zu meinen geschichtsdidaktischen Seminaren.

 

Wer Fragen an mich hat, oder mich zu Veranstaltungen - insbesondere zu Lesungen aus meinen Büchern über Blanka Pudler oder Egbert Hayessen - einladen will, schickt mir einfach eine E-Mail: dieter.vaupel@t-online.de

 

Weitere Informationen zu meiner Person sind hier zu finden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Vaupel

Lesung aus dem Buch über Theobald Fenner am 12. November 2021 mit großer Resonanz

HNA Melsungen vom 16.11.2021 von Manfred Schaake

Besprechung meines Buches über Theobald Fenner und das Pogrom von 1935 in Spangenberg

Christina Hein/ HNA Kassel vom 28.10.2021

Die HNA-Melsungen berichtet am 11.10.2021 ausführlich über die Stolpersteinverlegungen in Spangenberg und Felsberg

Bericht und Fotos von Manfred Schaake

Vorberichte der HNA Melsungen zur Stolpersteinverlegung

am 8. Oktober 2021 in Spangenberg und Felsberg

Programm und Einladung zur Stolpersteinverlegung

am 8. Oktober 2021 in Felsberg und Spangenberg

Vorstellung meines neuen Buches über Theobald Fenner

in den Heimat Nachrichten vom 28. August 2o21

Gedenkstele für Egbert Hayessen am Gensunger Bahnhof

HNA Melsungen vom 17.08.2021

Neuerscheinung:

 Mein Buch über Theobald Fenner und das Pogrom von 1935

«Und wenn einer umfällt und nicht gleich wieder aufsteht, so kann uns das gleich sein»

Theobald Fenner und das Pogrom vom September 1935 in Spangenberg

 

Dies ist ein Buch über einen Täter. Es geht um Theobald Fenner, NSDAP-Ortsgruppenleiter und Bürgermeister in der Kleinstadt Spangen-berg während zwölf Jahren Nazidiktatur.
Bürgermeister Fenner war ein Antisemit und ein fanatischer Nationalsozialist, aber er war kein Mörder oder gar Massenmörder, auch niemand, der an der Organisation des Massen­mordes an den Juden direkt beteiligt war. Fenner agierte nicht auf Reichsebene, er hatte kein hohes Amt in der NS-Hierarchie inne. Er war wie viele andere ein kleines Rädchen in der national­sozialistischen Bürokratie – aber eines, das im Sinne dieser Ideologie hervorragend funktionierte.


Ohne Männer wie ihn wäre der Holocaust – die Ermordung von sechs Millionen Juden – nicht möglich gewesen. Wie Fenner auf lokaler Ebene nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen seine politischen Gegner vorging, das zeigt dieses Buch.


Für seine Taten ist Theobald Fenner nie wirklich zur Rechenschaft gezogen worden, denn er entzog sich bei Kriegsende durch Flucht zunächst seiner Verantwortung.

 

282 Seiten - 1. Auflage, Juli 2021 - 28,– € -ISBN 978-3-7410-0276-2

Einweihung der Gedenkstele auf dem Egbert-Hayessen-Platz

am 15. August 2021

Szenische Lesung in der Gedenkstätte Breitenau:

Jüdisches Leben in Felsberg

Kunstwerk auf dem Egbert-Hayessen-Platz geplant

HNA Melsungen vom 3. Juli 2021

Stolperstein-Initiative Spangenberg wird wieder aktiv

Heimat Nachrichten vom 1. Juli 2021

Erinnerungen an Frieda, Julius, Max und Alfred Weinstein aus Gensungen

Neuerscheinung April 2021: Gensungen war ihre Heimat

Stolpersteine zur Erinnerung an die Familie Frieda und Julius Weinstein

Internationale Aufmerksamkeit für A FAIRY TALE UNMASKED

Rezensionen aus The Jewish Chronicle und  Times Literary Supplement

Informationsschild am Egbert-Hayessen-Platz angebracht

HNA Melsungen vom 07.04.2021

A Fairy Tale Unmasked von Dieter Vaupel und D.Z. Stone

HNA Fritzlar Homberg vom 13.03.2021:

Meine aktuelle Neuerscheinung beim Verlag Vallentine Mitchell

https://vmbooksuk.myshopify.com/products/a-fairy-tale-unmasked

 

A Fairy Tale Unmasked

 

The Teacher and the Nazi Slaves
Vaupel, Dieter with Stone, D.Z.

 

A Fairy Tale Unmasked is two books in one, each building on the other. Part I is the effort of a German High School teacher and his indefatigable students to uncover the true history of their town, once the site of a Nazi slave labor camp. Part II is the memoir of Blanka Pudler, a 15-year-old Jewess incarcerated in that camp. As usual D.Z. Stone writes movingly, compellingly. The result, a story so worth telling, so well told.

 

Prof. Dr Michael Berenbaum, American Jewish University, Los Angeles, CA

 

As a teacher in the 1980s, Dieter Vaupel broke the long silence surrounding the crimes of National Socialism. With his students, he documented the suffering of foreign forced workers, established relationships with these exploited people, and honored their lives in various ways, including bringing Blanka Pudler’s story to the world.

 

                                                                                  Prof. Dr. Dietfrid Krause-Vilmar,

                                                                                  Universität Kassel (em.)

Die Geschichte des Felsberger Novemberpogroms von 1938 im Film

 

Wie jüdisches Leben in Felsberg endete und wieder neu begann

 

 

Der kranke Robert Weinstein wird ohne Rücksicht auf seinen Zustand von Nazihorden aus seinem Haus auf die Straße gezerrt. Er fasst sich an seine Brust, bricht zusammen und stribt im Rinnstein vor dem Gebäude der jüdischen Schule. Das ist die erste Szene eines nicht ganz alltäglichen Fimprojektes, das ich gemeinsam mit dem Offenen Kanal  vor Ort in Felsberg realisierte. Unterstützt wurde ich dabei von den zwei jungen Darstellern Alida Scheibli (Herderschule Kassel) und Melchior Jacob (Geschwister-Scholl-Schule Melsungen) sowie durch Gerd Schaub (Schauenburg) in der Rolle von Robert Weinstein und Christina Ecknigk (Kassel) als Jüdin Ida Dannenberg.

 

Filmisch aufgearbeitet wird dabei, auf der Grundlage meines Buches über jüdisches Leben in Felsberg („Etwas Schaden ist wohl bei den meisten Juden eingetreten“), besonders das, was in Felsberg während des Novemberpogroms 1938 passierte: SA-Leute und Hitlerjugend drangen in Häuser ein, brachen Türen auf, schmissen Fensterscheiben ein, zerschlugen Mobiliar und misshandelten die noch im Ort lebenden 18 Bürger jüdischen Glaubens. Die meisten der ehemals über 100 Juden, die 1933 in Felsberg wohnten, waren zu diesem Zeitpunkt bereits nach vielen antijüdischen Maßnahmen in die Anonymität der Großstädte oder nach Übersee geflüchtet. Nach all dem, was dann am 8. November 1938 in Felsberg, einen Tag früher als im übrigen Deutschen Reich, stattfand, verließen auch die letzten Juden am nächsten Morgen fluchtartig die Stadt.

 

Weite Passagen dessen, was während des Pogroms und am Tag danach passierte, werden aus dem Blickwinkel von Ida Dannenberg erzählt bzw. verfilmt, in deren Haus die Felsberger Juden über Nacht eingesperrt worden waren. Am Gensunger Bahnhof nimmt Ida Dannenberg mit ihrer Tochter und ihren kleinen Enkelkindern Abschied von dem Ort, der viele Jahre ihre Heimat war, während der Sarg des toten Robert Weinstein auf dem Weg zum Bahnhof von Schulkindern mit Steinen beworfen wird.

 

Der Film, der auf Anregung von Evevlyn Valtink von der Gesellschaft  für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kassel entstand, spannt den Bogen von den ersten Spuren jüdischen Lebens in Felsberg über die Ereigniss während der NS-Zeit bis in unsere heutigen Tage, in denen Stolpersteine zur Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Bürger verlegt werden und eine jüdische Gemeinde wieder neu entstanden ist. Er kombiniert gespielte Sequenzen mit dokumentarischen, in denen Vaupel durch den Film und durch die historischen Stätten jüdischen Lebens in Felsberg führt. Zu Wort kommt auch Christopher Willing von der jüdischen jüdischen Gemeinde Felsberg, der über neues Leben in der alten Synagoge berichtet.

 

Warum es ihnen wichtig ist, sich heute mit der Thematk zu befassen, machen Alida Scheibli und Melchior Jacob am Ende des Filmes deutlich, als sie zwei weiße Rosen auf den Stolpersteinen vor dem Hause Dannenberg niederlegen: „Jeder aus Felsberg vertriebene jüdische Bürger ist für uns heute eine Mahnung, für Menschlichkeit einzutreten und nicht zu schweigen oder  wegzuschauen, wenn jemand angegriffen, gedemütigt oder in seiner Würde verletzt wird. Das Beispiel Felsberg zeigt uns, wohin Intoleranz und Hass führen können.“ 

Heute engagieren sich junge Menschen, im gleichen Alter wie diejenigen, die damals jüdisches Mobiliar zerschlugen und den Sarg von Robert Weinstein mit Steinen bewarfen, für die Verlegung von Stolpersteinen, um an das zu erinnern, was die Felsberger Juden hier erleiden mussten. Das macht Hoffnung!

 

Buchvorstellung in Felsberg am 21. Oktober 19.00 Uhr

 

Vorstellung meines Buches zur

Geschichte der Jüdischen Gemeinde Felsberg

in der HNA Melsungen am 10.09.2020

Einweihung des Egbert-Hayessen-Platzes

Fotoimpressionen

Einweihung des Egbert-Hayessen-Platzes

Bericht aus der Melsunger Allgemeinen vom 17. Augst 2020

Ehrung für Gensunger Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 an seinem Todestag

Egbert Hayessen-Platz in Gensungen eingeweiht

Am vergangenen Samstag, wurde in Gensungen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und ausärtiger Gäste der Egbert-Hayessen-Platz auf der Ostseite des Bahnhofs feierlich eingeweiht. Der Platz soll an den Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 erinnern, der auf dem Mittelhof bei Gensungen aufgewachsen war.

 

Schüler der Drei-Burgen-Schule Felsberg hatten bereits vor sechs Jahren die Benennung eines zentralen Platzes oder einer Straße nach Hayessen angeregt. Nach der Gründung einer Bürgerinitiativein diesem Frühjahr kam es nun mit der Unterstützung aller politischer Gremien zu der Platzbenennung an Hayessens 76. Todetag. Hayessen wurde am 15. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch am selben Tage in Berlin Plötzensee hingerichtet.

 

Die Einweihungsfeier eröffnete Statverordnetenvorsteher Stefan Umbach, der eine Bilanz der Erinnerungsarbeit der Stadt Felsberg an die Zeit des Nationalsozialismus seit der Mitte der 1980er Jahre zog. Dabei erwähnte er auch, das bereits 1992 auf dem Gelände des Mittelhofes ein Gedenkstein zu Ehren Hayessens errichtet und ein Feldweg nach ihm benannt wurde.

 

Dr. Dieter Vaupel, der nicht nur als Hayessen-Biograf sondern auch als Sprecher der Bürgerinitiative das Wort ergriff, würdigte das Leben und Wirken dieses Mannes, der sich mutig entschieden habe, für die Wiedererlangung der Menschlichkeit in einem Unrechtsstaat nicht zuletzt sogar sein eigenes Leben einzusetzen. Zugegen waren bei dieser Veranstaltung auch die Söhne Hayessens, Hans-Hayo und Volker. Sie enthüllten gemeinsam das neue Straßenschild. Volker Hayessen bedankte sich in bewegenden Worten bei denjenigen, die sich für die Benennung des Platzes nach ihrem Vater eingesetzt haben und machte deutlich, welche Genugtuung dies für sie und ihre Familie sei. Sie sehen darin auch ein Zeichen, sich heute gegen rechtspopulistischer Tendenzen zu wehren und dabei auf das zu schauen, was Männer wie ihr Vater leisteten.

 

Zwei ehemalige Schülerinnen der Drei-Burgen-Schule, Annika Vockeroth und Paula Zülch, erinnerten an ihre erste Begegnung mit dem Wirken des bis dahin fast vergessenen Widerstandskämpfers vor sechs Jahren im Rahmen eines Unterrichtsprojektes und stellten fest, die Auseinandersetzung mit der Person Egbert Hayessen habe für sie wichtige Denkanstöße gegeben. Das Wirken Hayessens zeige ihnen immer wieder, wie wichtig es sei, für seine Überzeugungen einzustehen und sich zu trauen, entschlossen und konsequent zu handeln.

 

Die Veranstaltung, bei der auch der Landtagsabgeordnete Günther Rudolf und der erste Kreisbeigeordnete Jürgen Kaufmann zugegen waren, wurde musikalisch umrahmt durch politische Lieder von Renate und Roland Häusler.

 

Im nächsten Schritt soll nun ein Konzept zur Gestaltung des Platzes entwickelt werden. Dabei wollen der Gensunger Ortbeirat und die Bürgerinititative „Ein Platz für Egbert Hayessen“ die begonnene Zusammenarbeit fortsetzen. Es ist beabsichtigt, regionale Künstler in die Platzgestaltung einzubeziehen.

 


Zum Foto (fotografiert von Erika Mönig/ frei):

 

Unter dem neuen Schild des Egbert-Hayessen-Platzes: Volker und Hans-Hayo Hayessen (jeweils ganz außen), sowie Dr. Dieter Vaupel (Hayessen-Biograf/ Sprecher der Bürgerinitiative), und die ehemaligen Schülerinnen der Drei-Burgen-Schule Annika Vockeroth und Paula Zülch.

 

Einweihung des Egbert-Hayessen-Platzes

Samstag, 15. August 2020 um 15.00 Uhr

Nun ist es endgültig:

 Platz am Bahnhof wird nach dem Gensunger Widerstandskämpfer Egbert Hayessen benannt

Erfolg für unsere Initiative

Felsberger SPD macht einen Alternativvorschlag: Der Platz vor dem Bahnhof soll nun nach Egbert Hayessen benannt werden

  HNA Melsungen vom 19.06.2020

Initiative "Ein Platz für Egbert Hayessen!

 Mit der Gründung unserer Initiative kommt nun Bewegung in die festgefahrene Situation. Die HNA Melsungen und der ExtraTip Schwalm-Eder berichten in längeren Artikeln darüber.

  ExtraTip Schwalm-Eder vom 13.06.2020

Aus dem Herbstkatalog des SCHÜREN-Verlages:

Jüdisches Leben in Felsberg: Integration - Verfolgung - Erinnerung

"Etwas Schaden ist wohl bei den meisten Juden eingetreten"

Neuerscheinung über die jüdische Familie

Max und Betty Weinstein aus Felsberg

Aktuell im März 2020 bei Epubli erschienen:

Dieter Vaupel:

Wir haben überlebt. Familie Max und Betty Weinstein: Flucht als Rettung.

Broschüre - 36 Seiten - März 2020 - 6,99 €

Zu bestellen über www.epubli. de - www. amazon.de oder im örtlichen Buchhandel

Zum Inhalt: Im Mai 2020 werden in Felsberg vor dem Haus in der Untergasse 19 insgesamt sieben Stolpersteine zur Erinnerung an die Familie Weinstein verlegt. Die Familie wurde während der Zeit des Nationalsozialismus aus Felsberg vertrieben. Sie waren unerwünscht, weil sie Juden waren. Zum Glück konnten sowohl die Eltern Max und Betty Weinstein als auch deren Kinder rechtzeitig Felsberg verlassen und nach Übersee emigrieren. Nur durch Flucht überlebten sie den Holocaust.

 

Diskussion über die Benennung des Gensunger Bahnhofsplatzes

Keine Ehrung für Egbert Hayessen

HNA Melsungen vom 12.02.2020

 

Szenische Lesung über Blanka Pudler mit großer Resonanz

  HNA Kassel-Ost vom 1. Februar 2020

Holocaust Gedenktag - Vor 75 Jahren: Befreiung von Auschwitz

Flucht nach Holland rettete Max Weinstein nicht

Am 27. Januar jährt sich zum 75. Mal der Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Für 1.1 Millionen Menschen, darunter ein Million Juden, endete in dieser Tötungsfabrik ihr Lebensweg. Auch sechs Felsberger Juden wurden in den Gaskammern von Auschwitz ermordet. Einer von ihnen war Max Weinstein, dessen Lebensweg dort als 23-jähriger am 31. März 1944 endete. An ihn soll hier erinnert werden.

Max Weinstein hatte einen Weg gesucht, um vor dem sich in Felsberg gleich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten massiv ausbreitenden Klima von Hass und Intoleranz gegenüber den Juden zu flüchten. Er emigrierte bereits als Jugendlicher in die Niederlande, lebte zunächst in Brackwede, später verdingte er sich als Landarbeiter in Rekum, einem kleinen Ort bei Arnheim. Max hoffte dort den Verfolgungsmaßnahmen durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Doch nachdem die Deutschen jedoch die Niederlande besetzt hatten, wurde er am 9. April 1943 in Heelsum verhaftet und in das KZ Herzogenbusch eingewiesen. Von dort brachte man ihn am 3. Juli 1943 nach Westerbork und acht Wochen später mit einem Sammeltransport nach Auschwitz.

 

Sein älterer Bruder Siegward, der die Flucht im Jahr 1936 aus Felsberg nach Argentinien ergriffen hatte, versuchte ihn wiederholt in Briefen dazu zu bewegen – zu einem Zeitpunkt, als dies noch möglich war – ihm nach Argentinien zu folgen. Doch Max lehnte ab, er war überzeugter Zionist, sein Ziel war es daher, nach Palästina zu gelangen.

Leicht hatte es Max schon als Kind in seinem Elternhaus nicht gehabt. Geboren im Jahr 1920, war er ein echter Nachkömmling.  Seine Geschwister Ida (1910), Johanna (1912) und Siegward (1914) waren deutlich älter als er. Vater Isidor, der ein Bruder von Robert Weinstein, dem ersten Todesopfer des Novemberpogroms war, starb bereits früh an seiner Zuckerkrankheit. Er war ein hoch angesehener Veteran des Ersten Weltkrieges und wurde 1928, als Max gerade acht Jahre alt war, mit allen militärischen Ehren er auf dem jüdischen Friedhof in Felsberg bestattet. Die Familie ohne Ernährer musste um ihr Überleben kämpfen. Bruder Siegward machte sich bereits in jungen Jahren als Fellhändler selbstständig und versuchte so die anderen Familienmitglieder mitzuernähren.  Durch den Tod der Schwester Johanna als 16-jährige wurde das Leid der Familie noch vergrößert. Die älteste Schwester Ida ging nach 1933 nach Hamburg und später nach Leipzig, um sich dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auch sie überlebte wie Max den Holocaust nicht. Sie wurde nach Riga deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Emma Weinstein, der Mutter von Max, gelang noch im letzten Moment – Ende 1939 – die Flucht zu ihrem Sohn Siegward nach Argentinien. Sie musste die Übergriffe des Novemberpogroms in Felsberg noch miterleben. Ihr Hab und Gut, konnte sie nur noch sie zu Preisen weit unter dem tatsächlichen Wert an ihre „christlichen“ Nachbarn „verschleudern“. Ihr Umzugsgut, dass sie bei einer Spedition in Kassel aufgegeben hatte, kam nie in Argentinien an. 1941 wurde sie zwangsweise ausgebürgert, ihr Bankguthaben fiel an das Deutsche Reich.

Als Emma Weinstein dann in den 1950er Jahren aufgrund der erlittenen Traumatisierungen durch die Ermordung ihres Sohnes Max und ihrer Tochter Ida, sowie die ständigen Erniedrigungen und Diskriminierungen eine Gesundheitsschadensrente beim Amt für Wiedergutmachung beantragte, wurde dies abgelehnt. Ihre  Krankheit sei „anlagebedingt“, ein ursächlicher Zusammenhang zum Verfolgungsschicksal sei nicht festzustellen.

Am 24. Mai 2017 wurden zur Erinnerung an Emma, Ida, Siegward und Max Weinstein vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie in der Quergasse vier Stolpersteine verlegt.

51 Felsberger übelebten den Holocaust nicht

Laut dem Gedenkbuch des Bundesarchivs und Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem haben insgesamt 51 Bürger Jüdischen Glaubens aus Felsberg den Holocaust nicht überlebt, 15 fanden den Tod in Riga, zehn in Theresiensstadt, andere In Buchenwald, Treblinka, Lod, Sobibor, Majdanek und Stutthof. Sechs Felsberg Juden wurden in Auschwitz umgebracht: Siegmund Adler *24.11.1893 in Felsberg; Bertha Israel geb. Goldschmidt *06.10.1892 in Felsberg; Bertha Köhler geb. Löwenstein *01.12.1869 in Felsberg; Helena Levie, geb. Weingarten *03.11.1863 in Felsberg; Sigismund O. Moses *20.12.1902 in Felsberg; Max Weinstein *23.08.1920 in Felsberg.

 

Schicksal der jüdischen Familie

Max und Betty Weinstein aus Felsberg

HNA Melsungen vom 10.01.2020

Filmprojekt über Blanka Pudler

HNA Fritzlar-Homberg vom 23.12.2019

Mein Vorschlag: Bahnhofsplatz nach Egbert Hayessen benennen

Manfred Schaake (HNA Melsungen) berichtet darüber

Ab Dezember 2019 in allen E-Book-Stores zu haben:

Auf einem fremden unbewohnbaren Planeten

 

Handreichungen, Kopiervorlagen und Aufgabenstellungen für den Unterricht in Jahrgangsstufe 7-13

 

73 Seiten
eBook (PDF)

ISBN 978-3-8012-7012-4

 

Erscheinungstermin: Dezember 2019

 

Erhältlich in allen eBook-Stores.

 

 

 

Die Handreichungen zeigen eine Fülle von Möglichkeiten für die didaktische Arbeit mit dem Buch »Auf einem fremden unbewohnbaren Planeten« auf. Die Arbeitsmaterialien helfen dabei, einzelne Aspekte im Unterricht schülerorientiert zu bearbeiten und zu vertiefen. Sie reichen von Anregungen zur Gestaltung eines Lesetagebuches über die Erarbeitung historischer Hintergründe bis hin zur Auseinandersetzung mit ethisch-moralischen und aktuell-politischen Fragestellungen.

 

Egbert Hayessen

Vortrag und Ausstellungseröffnung am 20. November 2019 in der Gedenkstätte Breitenau

Szenische Lesung

in der Gudensberger Synagoge am 9. November 2019 mit Alida Scheibli (oben)

Ankündigung in der HNA Fritzlar-Homberg vom 5.11.2019 (unten)

Egbert Hayessen - Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung im Gensunger Bahnhof

Berichte aus der HN A Melsungen vom 18. und 21. Oktober 2019

Veranstaltungen

15. August 2021

 

Einweihung der Gedenk-Stele auf dem Egbert-Hayessen-Platz

 

17.00 Uhr am Bahnhof Gensungen

 

Veranstalter: Bürgerinitiazive "Ein Platz für Egbert Hayessen", Ortsbeirat Gensungen und Stadt Felsberg

 

08. Oktober 2021

 

Verlegung von vier Stolpersteinen in Felsberg-Gensungen durch Gunter Demnig

 

Für Familie Frieda und Julius Weinstein

 

10.00 Uhr Eppenbergstraße 7, Gensungen

08. Oktober 2021

 

Verlegung von neun Stolpersteinen in Spangenberg durch Gunter Demnig

 

Für Familie Selma und Hugo Spangenthal, für Heinrich Stein und für Adam Schenk

 

11.30 Uhr Langegasse 14, Spangenberg

 

 

12. November 2021

 

Theobald Fenner und das Pogrom von 1935 in Spangenberg

 

Szenische Lesung von Dr. Dieter Vaupel und  Alida Scheibli

mit musikalischer Begleitung

 

19.00 Uhr

Altstadtresidenz Spangenberg

    Sonntagszeit vom 22/23.9.2018

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